Die Alumni der Universität Göttingen leisten einen wesentlichen Beitrag zum Austausch zwischen Hochschule und Gesellschaft. Jüngstes Beispiel hierfür ist die Schenkung von mehr als 150 Objekten von überwiegend aus Kanada stammenden Inuit-Künstlern durch den Alumnus Dr. Norbert Wieczorek.

Wieczorek, der im Jahr 1966 seinen Abschluss als Diplom-Kaufmann an der Georgia Augusta erhielt und mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät tätig war, wirkte über zwei Jahrzehnte als Mitglied des Deutschen Bundestages und war zuletzt stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Die einzigartigen Objekte, die Norbert Wieczorek nun der Ethnologischen Sammlung übereignet, werden deren historisch bedeutenden Bestand wesentlich ergänzen: „Die wertvolle Sammlung bietet einen interessanten Querschnitt des Kunstschaffens der kanadischen Inuit im späten 20. Jahrhundert“, so Dr. Michael Kraus, Kustos der Ethnologischen Sammlung. Ergänzt wird diese Übersicht durch Werke aus Alaska und Grönland. Die über Jahre liebevoll angelegte Sammlung verdeutlicht das künstlerische Schaffen ihrer Hersteller und spiegelt zugleich in zahlreichen Beispielen die Auseinandersetzung mit mythologischen Wesen wie der Meeresgöttin Sedna wider. Darüber hinaus ist sie ein Dokument der Prozesse kultureller Veränderungen in der Region im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts.

Für die Georg-August-Universität ist die Unterstützung der Arbeit der Hochschule durch ihre Ehemaligen eine Bestätigung ihres strategischen Kurs, mehr Schnittstellen zwischen Universität und Gesellschaft zu schaffen.

Der WDR berichtete am 17.02.2017 in einem Gespräch mit Michael Kraus über die Schenkung.

Fotos: Andreas Schlote

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