Immer mehr Artikel und Lebensmittel werden in Plastik verpackt, da es vielseitig, günstig herzustellen und langlebig ist. Dies stellt allerdings gleichzeitig eine enorme Belastung für die Umwelt dar. Plastik ist überall, ob am Strand, in den Meeren, auf den Straßen. Das Göttinger Start-up „Kulero“ möchte nun essbare Löffel als Alternative zu Plastiklöffeln auf den Markt bringen. Die Gründerin Juliane Schöning studiert Indologie an der Universität Göttingen.


Foto:Ulrich Meinhard

Jetzt gibt's was auf die Löffel - essbare Löffel anstatt Plastikmüll. Das ist die Geschäftsidee des „Kulero“-Gründerteams, bestehend aus Juliane Schöning, Kruvil Patel und Hemant Chawla. Sie möchten eine Alternative zu Einweg-Plastiklöffeln anbieten, die meist schon nach einmaligem Gebrauch im Müll landen. So soll der Ressourcen- und Plastikverbrauch reduziert werden. Der Firmenname „Kulero“ steht für Löffel auf Esperanto. Die essbaren Löffel bestehen lediglich aus Getreidemehl und werden durch Zugabe verschiedener Geschmacksgeber wie zum Beispiel Kakao, Minze, Gewürze oder Gemüse auch geschmacklich ein Erlebnis. Die Löffel enthalten keine Geschmacksverstärker, sind vegan und laktosefrei und haben einen hohen Ballaststoffgehalt. Zudem zeichnen sie sich, laut dem Gründer-Team, „durch eine enorme Stabilität“ aus, sodass sie auch bei heißen Speisen wie Suppen lange stabil bleiben. Und danach können sie einfach aufgegessen werden, anstatt sie, wie ihre Verwandten aus Plastik, wegwerfen zu müssen.

Hergestellt werden die Löffel in Indien, dem Heimatland von Hemant Chawla, einem der Gründungsmitglieder. Dort seien die Löffel bereits auf dem Markt, betont Chawla – und Einwegbesteck mittlerweile verboten. Deutschland soll nun nachziehen. Zielgruppen sind Restaurants, Eisdielen, Imbisse und Food to go-Angebote. Also überall dort, wo bisher Plastikbesteck verwendet wird. Das Ziel des Gründer-Teams ist es auch, die regionalen Bauern in Indien durch das Projekt zu unterstützen. Das Unternehmen schafft außerdem Arbeitsplätze für Menschen aus ärmlichen Verhältnissen und sorgt durch gute Bezahlung, Versicherungen und Aus- und Weiterbildung für einen angemessenen Lebensunterhalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Gründungsteam steckt darüber hinaus in der Entwicklung weiterer Produkte wie essbare Gabeln und Kaffeerührer. Die Drei sehen großes Potenzial in ihrem Besteck aus Getreide. Damit ließen sich „viele Tonnen Einwegbesteck sparen“, so Chawla. Das Team wurde von der Gründungsförderung der Stabsstelle Kooperation und Innovation der Universität beraten, die dem Vorhaben viel Erfolg wünscht.

Instagram: kulero.de
Webseite: www.kulero.de
Crowdfunding Kampagne: Essbares Besteck




Text: Kulero-Team


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