Alexander Amin, Alumnus der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, schrieb uns aus Hamburg. Erinnerungen an seinen ehemaligen Mentor, Gedanken über Kooperation und Eigennutz. Was hat das alles mit der aktuellen Krise und der verspäteten Bepflanzung seines Vorgartens zu tun? Lesen Sie selbst… #ZumWohleAller


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein leider verstorbener Mentor Curschmann, auch Alumnus, schrieb mir in seinem Weihnachtsbrief WS 91/92 folgenden Satz, der mich bis heute bewegt und antreibt:

„Wenn die Winde heftiger wehen, müssen die Wurzeln tiefer treiben!“
Curschmann (gestorben 2009 in Hamburg- Blankenese)

Was habe ich daraus gelernt? Kooperation geht vor Eigennutz und ist NICHT zu verwechseln mit Gemeinnutz oder Gemeinwohl! Das heißt konkret: Wir haben unseren Vorgarten (ca. 30qm) nicht wie ursprünglich geplant in der letzten Woche bepflanzt, sondern als „Kinderspielplatz“ freigegeben und frei geräumt. Die Kinder aus unserem Mehrfamilienhaus in Hamburg Eimsbüttel können dort jetzt toben, spielen - einfach Kind sein. Die Mütter und Väter natürlich auch und es herrscht große Kreativität auf der kleinen Fläche. Die Eltern, Nachbarn und alle Homeoffice-User, wie auch meine Frau und ich, haben einen Moment Ruhe und können die Krise meistern, oder besser angehen. Meine Pflanzen für meinen Schattenstaudengarten müssen eben noch 2 Monate „ausharren“. So what? First World Problems! #ZumWohleAller

Es grüßt aus Hamburg

Alexander Amin

P.S. Curschmann lacht auf seiner Wolke, I hope so!
Danke Dir für alles! R.I.P


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