Albrecht Baetge hat 2007 sein Studium erfolgreich beendet und wir haben uns gefragt, wie sein Weg nach seinem Agrarstudium verlaufen ist? Mit wem würde der ehemalige Agrarstudent gerne einen Kaffee trinken und was würde er heutigen Studierenden bei ihrer Karriereplanung mit auf den Weg geben? Auf diese und weitere Fragen hat uns Albrecht Baetge Antworten gegeben. So konnten wir kulinarische Köstlichkeiten entdecken, die wir so auch noch nicht kannten.


Welchen Abschluss hast Du an der Agrarfakultät erworben?
Ich habe mein Studium im Sommersemester 2007 mit dem Master of Science im Schwerpunkt Agribusiness erfolgreich abgeschlossen.

Was ist nach Deinem Abschluss passiert bzw. wie sah Dein erster Job nach dem Studium aus?
Nach meinem Studium habe ich mich für eine Trainee-Stelle oder besser gesagt als Commercial Management Trainee bei Archer Daniels Midland (NYSE:ADM) entschieden. Dort hatte ich die einmalige Möglichkeit in einem internationalen Unternehmen alle meine, im Studium erworbenen, Fachkompetenzen in der Praxis anzuwenden und danach voll durchzustarten.

Und wie bist Du dann "voll durchgestartet"?
Nach meinem Trainee bin ich dann noch etwas geblieben. Um genau zu sein, waren es dann doch elf Jahre. Archer Daniels Midland (NYSE:ADM) handelt weltweit u.a. mit Ölsaaten und Getreide. Dort hatte ich zunächst eine kommerzielle Funktion im Handel. Später war ich für den Aufbau und die Leitung des Teams der Stabstelle Nachhaltigkeit in Europa mit direktem Austausch zur europäischen Geschäftsführung verantwortlich. Meine Hauptaufgabe war die Etablierung des Schwerpunkts Nachhaltigkeit im Supply Chain Management der Firma in enger globaler Zusammenarbeit mit entsprechenden internen und externen Fachgremien insbesondere für die Bereiche Soja und Palmöl. Während dieser Tätigkeit habe mich durch einen berufsbegleitenden MBA „Nachhaltigkeitsmanagement“ weitergebildet. Nach langer Zeit in Hamburg bin ich seit 2018 wieder zurück im Göttinger Raum und seitdem in leitenden Positionen im regionalen Getreide- und Landhandel tätig.

Was bedeutet es für Dich Alumnus der Universität Göttingen zu sein?
Es erfüllt mich schon mit Stolz ein Alumnus zu sein, denn die Georgia Augusta war schon immer eine der bedeutendsten und besten Universitäten in Deutschland sowie in Europa. Und sie ist es bis heute. Der Campus mit seinen Cafés, die SUB, die Fahrradstrecken zu den Seminaren, die Exkursionen und generell das aufregende und pulsierende Studentenleben prägen einen jungen Menschen. Ein Teil dieses Ganzen gewesen zu sein, ist für mich noch heute eine große Freude.

Denk ich an Göttingen, denk ich an...
Wenn ich an Göttingen denke, denke ich an Ei im Glas von Cron und Lanz und Wässerchen im Hainholzweg.

Cron und Lanz ist ein gutes Stichwort. Mit wem würdest Du gerne einen Kaffee trinken?
Schwierige Frage, weil ich keinen Kaffee trinke. Aber ich würde mich gerne auf eine Milch mit Terence Hill treffen.

Warum kannst Du ein Studium an der Agrarfakultät empfehlen?
Das Studium an der Agrarfakultät Göttingen ist unheimlich vielseitig und bietet insbesondere Unentschlossenen die tolle Möglichkeit, insgesamt einen breiten Überblick zu erhalten. Durch die gute Konzipierung der Studiengänge bietet die Fakultät den Studierenden viele Freiheiten und Möglichkeiten. Zudem schafft sie den Raum für viele anregende Begegnungen mit interessanten Kommilitoninnen und Studienfreunden, nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus der Welt. So setzt sie wichtige Impulse, um seine Spezialisierung zu finden.

Welche Tipps würdest Du heutigen Studierenden für ihre Karriereplanung geben?
Verbiegt euch nicht, sondern bleibt euch treu. Ihr überzeugt nicht, wenn ihr eine „Rolle“ spielt. Außerdem kann ich nur empfehlen, sich von Anfang an ein Netzwerk aufzubauen (beispielsweise durch den VDL) und im richtigen Moment auch konsequent zu nutzen.


Interview: Denise Radda


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