Jobst Plog ist am 26.02.1941 in Hannover geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Hamburg, Göttingen und Paris. Sein zweites Staatsexamen machte er in Celle. 1970 war er Rechtsanwalt in Hannover und wurde 1971 Partner. 1977 wurde Jobst Plog Justiziar des Norddeutschen Rundfunks und 1980 Stellvertretender Intendant des NDR. Vom 15. Januar 1991 bis zum 11. Januar 2008 war er Intendant des NDR; 1998-2002 im Nebenamt Präsident von ARTE. Er ist verheiratet und hat 2 Söhne und 1 Enkel. Zu seinen Hobbys zählen Kunst, Literatur, Musik und Radsport.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Ich habe 1960 mit dem Studium der Rechtswissenschaft in Hamburg angefangen. Dort waren die Studienbedingungen sehr schwierig und die Universität spielte im Leben der Stadt keine Rolle. In Göttingen fand ich vergleichsweise gute Bedingungen – sowohl vom Lehrkörper als auch von der Ausstattung her – und eine Stadt, in der die Universität und damit die Studenten im Mittelpunkt standen.



Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an...

... das Lied der französischen Sängerin Barbara, das zu meiner Studienzeit in Göttingen entstanden ist.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Ich fürchte, dass ich dieses vergessen habe – oder es gab davon mehrere...



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Ausflugslokale in der Umgebung von Göttingen, etwa in Nikolausberg, deren Namen ich alle vergessen habe.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Die Staatsrechtslehrer Rudolf Smend und Gerhard Leibholz, in deren Oberseminaren ich jahrelang war. An ein Referat bei Smend zum Thema „der Bundesstaat“ erinnere ich mich genau. Ich habe selten so gearbeitet wie beim erfolgreichen Versuch, Rudolf Smend zu überzeugen.



Womit konnte man sie immer vom Lernen abhalten?

Gespräche, Feste, Sportereignisse in der Akademischen Burse.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Erneut Rechtswissenschaften. Das war für mich der optimale Ausgangspunkt für meinen Weg.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Das Leben ist zu kurz, um... Viele denkbare Varianten, z.B. ... um offene Weine zu trinken.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Die alte akademische Burse mit den damaligen Bewohnern.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Studieren Sie das, was Ihnen selbst am meisten entspricht, denn dort werden Sie am besten vorankommen. Im Beruf und mit sich selbst.

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