Axel Hartmann, am 4. Juli 1948 in Bad Sachsa/Harz geboren, studierte von 1967 bis 1970 Jura in Göttingen, anschließend bis 1972 in Würzburg. Nach Studienabschluss und Promotion war er zunächst von 1973 bis 1978 Wissenschaftlicher Assistent und Lehrbeauftragter im Staats- und Völkerrecht.1980 wechselte er in den diplomatischen Dienst. Zunächst arbeitete er in der Abteilung für Abrüstung und Rüstungskontrolle im Auswärtigen Amt in Bonn, ging dann als Leiter der Rechts- und Konsularabteilung an die Deutsche Botschaft in Budapest. In dieser Position hat er heimlich etwa tausend DDR-Bürger, die im Botschaftsgebäude Asyl suchten, bei der Flucht in den Westen geholfen. Unter anderem stellte er westdeutsche Pässe aus und verhandelte über "Freikäufe". 1985 verließ er Ungarn und wechselte zur Deutschen Ständigen Vertretung bei der NATO in Brüssel. 1987 ging er als Referent für bilaterale Beziehungen zu den Warschauer-Pakt-Staaten und den KSZE-Prozess im Referat für Osteuropa an das Bundeskanzleramt. Von 1989 bis 1991 war er Stellvertretender Leiter des Ministerbüros beim Chef des Bundeskanzleramtes Rudolf Seiters. Von 2009 bis 2013 war er außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Slowakischen Republik. Hartmann ist verheiratet und hat vier Kinder. In seiner Freizeit beschäftigt er sich gern mit Zeitgeschichte und der slawischen Musik.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Die Nähe zum Heimatort Bad Sachsa



Denke ich an Göttingen, denke ich an …

Den Bullerjahn und „extra Gottingam non est vita…“



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Promovierte Studenten, die vom Gänselieselbrunnen fielen oder in ihn hinein.



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Mutter Jütte, Bremke



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Wieacker, Roxin, Badura



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Mit einer Kneipe auf dem Verbindungshaus.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal studieren könnten?

Wieder Jura.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

/



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?

Die alte Aula.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Durchhalten, am Ende wird alles gut!

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