Christian Löser, Chefarzt der Medizinischen Klinik des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel, wurde 1957 in Eschwege geboren. Humanmedizin studierte er von 1976 bis 1979 in Marburg und von 1979 bis 1983 in Göttingen. Medizinische Ausbildung und klinische Tätigkeit folgten in Göttingen und Kiel. An der Universitätsklinik Kiel war Löser von 1997 bis 2001 Leitender Oberarzt, bevor er als Chefarzt nach Kassel wechselte. Er ist Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Palliativmedizin, Ernährungsmedizin und Sportmedizin. Die Forschungsschwerpunkte des Professors sind Klinische Ernährungsmedizin, Pankreatologie und Polyaminstoffwechsel.Löser ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes. Als Hobbys nennt er alpines Bergsteigen, ambitionierte Radtouren, Skifahren, Reisen und Erkenntnisphilosophie.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Für mich war Göttingen schon immer die ideale Studienstadt – vom universitären bzw. studentischen Leben geprägt, mit großartiger Tradition, im Gegensatz zu typischen Großstädten überschaubar und mit einem hervorragenden Ruf auf dem Gebiet der Humanmedizin.



Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an......

… Gänseliesel, unbeschwertes Studentenleben, exzellente studentische und klinische Ausbildung. Ganz wichtig: meine beiden Kinder wurden hier geboren.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Der Kuß der Gänseliesel und eine rauschende Feier, nachdem ich meine Promotion mit „summa cum laude“ abgeschlossen hatte.



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Natürlich damals das Blue Note, der Nörgelbuff und Biene Gassmann.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Allen voran Professor Dr. med. Dr. hc. Werner Creutzfeldt, der später auch mein exzellenter klinischer Lehrer bei meiner Ausbildung zum Internisten und Gastroenterologen werden sollte.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Mit einer Cabrio-Spritztour zu einem lauen Sommerabend am Weserufer in Hemeln.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Humanmedizin und immer wieder Humanmedizin!



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Oh, da gibt es einige. Unter anderem: „Mit Leidenschaft und Hingabe Arzt sein“.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Wie meine Frau Inge und ich studiert zu unserer großen Freude jetzt auch unsere Tochter Katharina Humanmedizin in Göttingen, so dass wir wieder oft in Göttingen sein können. Gern bummeln wir gemeinsam durch die uns vertraute Innenstadt und entlang der alten Institute und Kliniken und schwelgen dabei in vielen schönen Erinnerungen.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Die Studienzeit war und ist auf ihre Weise einzigartig. Die Kunst ist es, die richtige Mischung zu finden und die Studienzeit bewusst zu leben und zu genießen.

« Dr. Tonio Kröger Martin Löwer »