Dinah Stollwerck-Bauer, von 2006-2014 hauptamtliche Bürgermeisterin des Flecken Adelebsen, studierte nach dem Abitur in Kassel an der Georg-August Universität von 1995 bis 2002 Jura. An der Fernuniversität Hagen absolvierte sie ein Betriebswirtschaftslehre-Studium. Die Christdemokratin war in verschiedenen Positionen der Jungen Union und in Stadt- und Kreisverband der CDU Göttingen tätig. Als gebürtige Kölnerin, Jahrgang 1976, interessierte sie sich für die Stadt am Rhein sowie für Sport, Bücher, Kochen, Jagd und die Adelebser Blasmusikanten (Klarinette). Verheiratet ist sie mit Thorsten Bauer, ebenfallls Jurist.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Nach meinem Abitur in Kassel wollte ich eigentlich wieder in meine Heimatstadt Köln zurück. Ein Studienfreund meines Vaters lehrte dort als Professor an der juristischen Fakultät. Er riet von der Massenuniversität Köln ab und empfahl die kleinere, aber sehr renommierte Universität Göttingen, zumindest für die ersten Semester. Mit der Absicht, nach vier Semestern nach Köln zu wechseln ging ich dorthin und Göttingen wurde und blieb meine Wahlheimat.



Denke ich an Göttingen, denke ich an …

...eine unvergessliche aber irgendwie viel zu kurze Studienzeit.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Die Ausrichtung der Generalversammlung von ELSA-Deutschland (European Law Students’ Association) im Januar 1999 mit fast 600 Teilnehmern aus ganz Europa.



Was war ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Das „BB’s“ in der Theaterstraße und „Die Oper“ in der Nikolaistraße.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Als Mentor und Förderer mein langjähriger Chef Prof. Dr. Manfred Maiwald, als brillianter aber auch sehr anspruchsvoller Didaktiker Prof. Dr. Uwe Diederichsen und als Lehrmeister, wie man Führungsaufgaben und Beruf vereint, der damalige Universitätspräsident Prof. Dr. Hans-Ludwig Schreiber.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Mit meinen Aufgaben zunächst als Präsidentin von ELSA-Göttingen, dann als Mitglied des Bundesvorstandes von ELSA-Deutschland und später im StuPa und im Konzil.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal studieren könnten?

Wieder Jura, aber diesmal von Anfang an im Doppelstudium mit BWL.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Eine Kombination: Wenn man in einer Sache Meister geworden ist, sollte man in einer neuen Sache Schüler werden, denn Träume nicht Dein Leben, sondern leben Deinen Traum.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?

Mein Büro bei ELSA-Göttingen und am Lehrstuhl von Prof. Dr. Maiwald und meine Studenten-WG.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Man sollte die Mischung anstreben, sein Studium zielstrebig voranzutreiben, aber eben auch über den Tellerrand zu gucken. Sprachen lernen und Auslandserfahrung sollten einen modernen studierten Menschen ebenso auszeichnen wie die Bereitschaft durch die Übernahme von ehrenamtlichen Funktionen und Aufgaben seine sozialen Kompetenzen stets zu hinterfragen und auszubauen.

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