Ewald Gäßler, bis Ende 2008 Fachdienstleiter der Museen und Sammlung der Stadt Oldenburg, schloss sein Studium in Göttingen 1975 mit der Promotion ab. Er studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie sowie zeitweise Pädagogik und Soziologie.Nach dem Studium war Gäßler als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Hannover an der Universität und am Institut für Denkmalpflege tätig. Von 1979 bis 1986 hatte er die Projektleitung der Landesausstellung "Stadt im Wandel" in Braunschweig. seit 1986 ist er in Oldenburg tätig, wo er als Leiter des Stadtmuseums begann. Im Jahr 2001 erhielt Gäßler eine Honorarprofessur für Kunstgeschichte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und 2006 übernahm er den Vorsitz des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen. Der gebürtige Westpreuße, Jahrgang 1943, ist verheiratet, hat eine Tochter und gibt an, "studiere immer noch".



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Ich bin zum Studium nach Göttingen gekommen, weil für die Fächer Philosophie und Geschichte nach den Informationen, die ich eingeholt hatte, die Georg-August-Universität einen sehr guten Ruf genoss.



Denke ich an Göttingen, denke ich an …

Wenn ich an Göttingen denke, denke ich sofort ans APEX.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Meine erste Vorlesung, die Percy Ernst Schramm vor großem Auditorium in der Pauliner-Kirche hielt, wird mir immer in Erinnerung bleiben.



Was war ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Mein Lieblingslokal war das APEX, mein Lieblingsort war der Lesesaal der Staats- und Universitätsbibliothek.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat sie besonders beeindruckt?

Besonders beeinflusst und beeindruckt hat mich im Studiengang Philosophie Prof. Patzig, mit dem Wechsel zur Kunstgeschichte Prof. Arndt.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Diskussionen und Veranstaltungen zu politischen und insbesondere kulturpolitischen Themen waren eine ständige Alternative zum Studium, haben das Studium aber auch gut ergänzt.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heuten noch einmal studieren könnten?

Ich würde mich nicht für ein anderes Studium entscheiden, wenn ich noch einmal wählen könnte, ich würde mein Studium aber etwas anders organisieren.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Es ist schon ein hinreichendes Zeichen für Klugheit zu wissen, was man überhaupt fragen sollte.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?

Das Acouchierhaus am Geismar-Tor war viele Jahre die „Herberge“ der Seminare für Philosophie und Kunstgeschichte. Ich bin dort seit dem Ende des Studiums nicht mehr gewesen und würde diesen Ort gerne einmal wieder sehen.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Scheue dich nicht zu fragen!

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