Fritz Güntzler, seit 2013 Bundestagsabgeordneter, hat im Saarland und in Göttingen Betriebswirtschaftslehre studiert. Der 1966 in Cuxhaven geborene Diplom-Kaufmann wurde 1999 zum Steuerberater und 2003 zum Wirtschaftsprüfer bestellt. Er ist Partner in zwei Steuerberatungsgesellschaften. Güntzler ist seit 1996 Mitglied des CDU-Landesvorstandes. Seit 2001 ist er Ratsherr und Vorsitzender der CDU-Fraktion im Göttinger Rat. Seit 2009 ist er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes und war es für den Stadtverband von 1999 bis 2005. Bereits von 2003 bis 2008 war er Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Güntzler ist verheiratet, hat zwei Söhne und nennt als Hobbys Politik, Fußball, Wandern.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Zunächst hat die ZVS mir einen Studienplatz in Saarbrücken zugewiesen. Der Wechsel nach Göttingen erfolgte, weil ich zurück nach Niedersachsen wollte und Göttingen einen guten Ruf gerade im Bereich der Wirtschaftswissenschaften auch damals schon genoss.



Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an......

… Göttinger Bier und Wurst sowie natürlich an das Gänseliesel.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Die Überreichung des Diplom-Zeugnisses in der Aula am Wilhelmsplatz und ich durfte als Fußballschiedsrichter das Amateur-Oberliga-Spiel zwischen Göttingen 05 und Holstein Kiel leiten, da der angesetzte Schiedsrichter nicht erschien.



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Ich war gerne in der „Gartenlaube“ und im Jahnstadion bei Spielen von Göttingen 05.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Prof. Dr. Lothar Schruff und Dr. Harald Wedell, die bei mir die Freude an der Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer geweckt haben. Es freut mich, dass ich mit ihnen heute noch in freundschaftlicher Verbindung stehe. Sie haben es immer verstanden, ihren Lehrstoff praktisch und interessant den Studierenden zu vermitteln.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Mit einer Skat-Runde, die teilweise schon nachmittags begann und die dann meistens auch bis spät in die Nacht ging.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Wieder Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Prüfungswesen und Steuerlehre. Das Studium schafft eine hervorragende Grundlage für die verschiedensten Tätigkeiten in der Wirtschaft, insbesondere aber auch für den Berufsweg zum Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

„Gelassen das hinnehmen, was man nicht zu ändern vermag. Engagiert das angehen, was man gestalten kann.“



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Da ich in Göttingen mit meiner Familie meine Heimat gefunden habe, kann ich fast alle Orte jederzeit wiedersehen. Das „Pegasus“ gibt es ja leider nicht mehr. Dort hätte ich gerne nochmal ein Bier getrunken.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Nicht nur zu studieren, sondern sich auch ehrenamtlich zu engagieren. Die Studienzeit trotz der heutzutage stattfindenden zahlreichen Prüfungen zu genießen, denn sie geht so schnell vorbei und kommt nie wieder.

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