Gerd Wittkemper, geboren am 30.01.1943 in Dessau, gehört zu den Gründungsmitgliedern von Alumni Göttingen. Studium der Physik (damit verbunden Mathematik und Chemie) von 1962 bis 1965 in Göttingen, weiteres Physikstudium in Hamburg 1966 und 1967. Diplom parallel zur Promotion zum Dr. rer. nat. in Hamburg 1973 noch Studium der BWL; ebenso Vertreter der Dozenten im neu entstandenen Institutsrat und in der Physikfakultät (1969-1971).Erster Job 1973 bei Porcter & Gamble als Technologischer Betriebswirt und danach als Produktionsleiter, 1976 Wechsel zu McKinsey als Berater für strategische Fragen in Technologie-Unternehmen. 1981 Übernahme der Leitung von Corporate Development Philips Deutschland. 1987 Eintritt als Partner in die internationale Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton zum Aufbau des Deutschlandgeschäftes, dann Wahl in den weltweiten Vorstand mit Verantwortung für Beratung der Hi-Tech Industrien. Seit 2006 ist Gerd Wittkämper, verheirtatet und Vater von sechs erwachsenen Kindern, im Ruhestand mit Fokus auf die Familie.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Da ich Physik studieren wollte, hatte ich viel über die Nobelpreisträger gelesen, deren Name mit Göttingen verbunden ist.



Denke ich an Göttingen, denke ich an …

…das Gänseliesel



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Die ersten zwei Semester wohnte ich im Africaneum, dem Studentenwohnheim in Holtensen. Hier verbrachte ich meine Freizeit mit Afrikanern, Indern, Chinesen, Arabern sowie vielen Europäern. Die unterschiedlichen Kulturen haben mich sehr geprägt.



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Das Haus der Akademischen Verbindung Palatia, Lotzestrasse. Hier wohnte ich auch nach meinem Vordiplom für ein intensives Semester.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Als angehender Physiker war ich von Prof. Hund sehr beeindruckt. Er konnte komplexe Zusammenhänge gut erläutern.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Mit nichts. - Nur wenn es eingeplant war, waren Feiern auf dem Verbindungshaus grosse Klasse.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal studieren könnten?

50% Physik, 30% BWL, 20% Studium Generale.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

„Es gibt immer mehr Möglichkeiten als man denkt.“



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?

Ich bin des öfteren in Göttingen und freue mich jedes Mal, wenn ich durch die Fußgängerzone gehe. Auch den lehrreichen, touristisch ansprechenden Planetenweg werde ich demnächst noch einmal begehen.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Sie sollen sich einen erfahrenen Mentor besorgen, z.B. jemanden, der gerade promoviert oder einen Alumnus aus der Industrie. Dies erleichtert die Prioritätensetzung und gibt Zeit, in einem Studium Generale über den Tellerrand zu schauen.

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