Gerhard Schröder, von 1998 bis 2005 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, hat an der Georg-August-Universität von 1966 bis 1971 Rechtswissenschaften studiert. Während des Studiums war der Sozialdemokrat auch Vorsitzender der Göttinger Jungsozialisten (Juso) von 1969 bis 1970.Nach dem Referendariat am Landgericht Hannover und dem zweiten Staatsexamen war Schröder als Rechtsanwalt in Hannover tätig. 1978 begann seine politische Karriere als Bundesvorsitzender der Jungsozialisten in der SPD, von 1980 bis 1986 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. 1990 wurde er Ministerpräsident des Landes Niedersachsen und gab dieses Amt 1998 auf, als er das Amt des Bundeskanzlers bis 2005 übernahm. Während der Zeit erhielt er Ehrendoktorwürden der Universitäten St. Petersburg, Tonji in Shanghai, Marmara in Istanbul und Göttingen. Schröder wurde am 7. April 1944 in Mossenberg im heutigen Landkreis Lippe geboren. Der Altbundeskanzler ist als Rechtsanwalt in Hannover tätig sowie Berater für den Schweizer Ringier-Verlag und Aufsichtsratvorsitzender des Pipeline-Konsortiums NEGP-Company, der künftigen Betreiberin der Ostsee-Pipeline von Russland nach Deutschland. Der Ehrenbürger von Hannover ist verheiratet mit Doris Schröder-Köpf. Sie leben mit den Kindern Klara (16), Viktoria (6) und Gregor (2) in Hannover.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Vor allem die Tatsache, dass ich dort eine Abendschule besucht habe. So waren mir die Stadt und ihre Menschen schon sehr vertraut, als ich mich entschloss, Jura zu studieren.



Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an......

…meine politische Arbeit bei den Jusos.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Es gab viele, aber darüber rede ich nicht.



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Die Gaststätte „Just“ und „Potis“, der Grieche.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

In meiner Fakultät war es der herausragende, hoch geschätzte Professor Frank Wieacker, den ich bewundert habe.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Natürlich mit Politik-Debatten.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Ich würde wieder Jura studieren.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Carpe diem



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Die Gaststätte „Just“, wenn es sie noch gibt.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Hart zu arbeiten, aber das Genießen nicht zu vergessen.

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