Gert Hoffmann, geboren am 1. März 1946 in Berlin, studierte von 1967 bis 1972 Rechtswissenschaften in Göttingen. Er war an der Georgia Augusta wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Dietrich Rauschning, seine Promotion erfolgte später in Kiel bei Prof. Edzard Schmidt-Jortzig. Nach Tätigkeiten als Samtgemeindedirektor in Hemmoor (Landkreis Cuxhaven), Stadtdirektor in Gifhorn, Regierungspräsident in Dessau und Rechtsanwalt war das CDU-Mitglied Hoffmann von 2001 bis 2014 Oberbürgermeister von Braunschweig. Darüber hinaus ist er Präsident der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und stellvertretender Vorsitzender der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, liest gern, hört Musik - Klassik und Dixie-Jazz - und spielt Golf.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Ich hatte mich in Bezug auf einige juristische Fakultäten informiert und dabei festgestellt, dass die in Göttingen einen ganz besonders großartigen Ruf hatte und damals auch einige national bekannte, zum teil „legendäre“ Professoren dort wirkten. Zum anderen waren von Berlin aus – ich bin Berliner – schon einige Schulfreunde in Göttingen und schilderten die Stadt gerade auch als eine für das Studentenleben sehr attraktive Stadt.



Denke ich an Göttingen, denke ich an …

An das „Trou“.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

In Göttingen haben meine Frau und ich geheiratet, und dort wurde auch 1975 unser Sohn geboren.



Was war ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Das „Potis“.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Beeinflusst hat mich (wahrscheinlich) Werner Weber mit einem bis heute anhaltenden Interesse für Staats- und Verwaltungsrecht und auch das Thema der Verwaltungsreformen. Faszinierend waren die Vorlesungen von Ernst-Rudolf Huber über Verfassungsgeschichte und über Strafrecht von Claus Roxin.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Mit einer Runde Skat.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal studieren könnten?

Wieder Jura.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

„Was heute nicht geschieht, ist morgen nicht getan.“ (Faust I)



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?

Das „Filou“ gegenüber vom Audimax (leider abgerissen), bei meinen häufigen Besuchen sehe ich andere Orte dagegen immer wieder.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Nicht nur berufsorientiert studieren, viele Vorlesungsangebote und Seminare mitnehmen und auch die Selbständigkeit und Ungebundenheit des Studentenlebens noch einmal richtig zu genießen.

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