Dr. Hagen Noerenberg, 1947 in Holzminden geboren, war nach dem Abitur zwei Jahre in der Feldjägertruppe der Bundeswehr. Danach absolvierte er in Göttingen von 1968 bis 1972 sein Chemiestudium mit Diplom in organischer Chemie. Die Promotionszeit folgte bis 1975 in Braunschweig, verbunden mit der Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl B für Organische Chemie. Der Chemiker arbeitete seit 1975 bei der EC Erdölchemie Köln, wo er im Jahr 2000 in die Leitung des Geschäftsbereiches Polyurethane wechselte. Im Zuge einer Konzernreorganisation wurde er 2002 Leiter des Polymergeschäfts von Bayer und ab 2004 Vorstandsvorsitzender der Bayer Material Science. Seit 2007 ist Noerenberg im Ruhestand. Er ist seit 1972 verheiratet, das Ehepaar hat zwei Kinder und ein Enkelkind. Technik (Telefunk, Uher) und Lesen nennt Noerenberg als Hobbys.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

guter Ruf der Universität, insbesondere in den Naturwissenschaften

Göttingen als kleine Großstadt

Nähe zu meinem Heimatort Holzminden

eine Einladung an die chemischen Institute noch zu meiner Schulzeit

schnelle soziale Kontakte über Consemester und ältere Studierende aus Holzminden



Denke ich an Göttingen, denke ich an …

viele schöne Feste

Doppelkopf

tolle erste Jahre mit meiner Frau



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Wohnen im 5. Stock des Klavierhauses Merz in der Prinzenstraße

Soleier bei Hans Just (Kneipe Düstere Str.)



Was war ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?
Haus der Burschenschaft Holzminda in der Wilhelm-Weber-Straße



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Prof. Boldt, dessen Ruf nach Braunschweig ich mit anderen Mitarbeitern gefolgt bin

das Angebot in Chemie mit den Lehrern (Glemser, Brockmann, Wagner) war Klasse



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Gespräch mit Freunden

Runde Doppelkopf



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal studieren könnten?

Chemie



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Es gibt nicht Gutes, es sei denn man tut es.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?

Den Ratskeller



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

tun, was man sagt

keine Angst, aber doch Respekt haben

immer das Feedback seiner Umgebung suchen und die Ergebnisse aktiv bearbeiten, zu Hause und auch extern, z.B. mit Coach

in jeder Aufgabe! Karriere frisst sonst Seele, Mitarbeiter und auch das Unternehmen auf.

Studium generale z.B. Philosophie, Jura, BWL) unbedingt wahrnehmen

‚Einmal Legionär’ von Phillip Rosenthal lesen

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