Hedda von Wedel, ehemalige Präsidentin des Bundesrechnungshofes, studierte nach dem Abitur in Seesen in Kiel und Göttingen Jura. Die 1942 in Quedlinburg geborene von Wedel setzte nach der ersten juristischen Staatsprüfung im Jahr 1965 in Bordeaux und Bologna ihr Studium fort. 1969 wurde sie in Göttingen promoviert und legte ein Jahr später die zweite juristische Staatsprüfung ab.
1971 begann die Juristin ihren Dienst in der Inneren Verwaltung des Landes Niedersachsen beim Regierungspräsidenten Hildesheim. Nach zehn Jahren wechselte sie zur Bezirksregierung Weser-Ems als Regierungsvizepräsidentin. Im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landes Niedersachsen war sie von 1983 bis 1990 als Staatssekretärin tätig. Für die CDU war sie von 1990 bis 1993 Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Ende 1993 begann ihre Tätigkeit als Präsidentin des Bundesrechnungshofes. Bis zum Jahresende 2001 leitete von Wedel die oberste Bundesbehörde. Danach war sie Mitglied des Europäischen Rechnungshofes. Die im Jahr 2007 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz geehrte Juristin trat Ende 2007 in den Ruhestand. Hedda von Wedel ist verheiratet und nennt als Hobbys Kochen, Jagd und „alles, was mit Italien zu tun hat“.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Ich wollte in der Zeit der Examensvorbereitung in der Nähe meines Elternhauses sein.



Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an ...

... Café Cron und Lanz.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Der Moment, an dem sich die Prüflinge meines 1. Staatsexamens nach der Urteilsverkündung in den Arm fielen.



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Mein Lieblingsort war der Botanische Garten.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat sie besonders beeindruckt?

Prof. Badura.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Mit einem Ausflug nach Nikolausberg.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Forstwissenschaft.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Es ist noch immer gut gegangen.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Ich komme öfter.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Nur nicht bummeln.

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