Herbert Grieshop, Geschäftsführender Direktor bei "Center for International Cooperation", Freie Universität Berlin, lebte von 1983 bis 1991 in Göttingen. Der gebürtige Cloppenburger studierte an der Georg-August-Universität "Deutsche Philologie, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Philosophie (Magister), und ein bisschen Politik und Publizistik und Pädagogik auch". Außerdem absolvierte er seinen Zivildienst in Göttingen.Von 1991 bis 1992 war Grieshop im Rahmen eines Postgraduiertenstipendiums in Berkley (USA). Danach zog er nach Berlin, setzte seine Arbeit an der Göttinger Doktorarbeit fort und war als Deutschlehrer tätig. Von 1994 bis Ende 2000 folgte eine Tätigkeit als Lektor am University College London und als wissenschaftlicher Koordinator für den Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) in London. Seit 2001 wieder in Berlin, zuerst als Assistent des Intendanten bei den Berliner Festspielen, dann Wechsel zur US-Botschaft als Kulturreferent und 2003 Wechsel zum British Council als Programmleiter Bildung und Wissenschaft. Der 45-Jährige lebt "ohne Trauschein - aber mit Lebenspartner" in Berlin.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Für den Jungen aus der niedersächsischen Provinz war Berlin zu groß, Tübingen zu weit und Münster zu katholisch. Göttingen war dagegen genau richtig und die Uni hatte einen prima Ruf (der sich ja jetzt noch mal bestätigt hat!).



Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an......

…an wunderbare WG-Zeiten in einem runtergekommenen, aber romantischen Fachwerkhaus im Walkemühlenweg.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Ein Germanistik-Seminar, das wegen Überfüllung und zur Abschreckung morgens um 7 Uhr stattfand:
„Deutsche Romane nach 45“ mit anschließendem Brötchenfrühstück… ein denkwürdiges Semester!



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Jeden Sommer wieder: der Biergarten vorm KAZ, wo man jeden und jede treffen konnte...



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Mein kürzlich verstorbener Doktorvater Professor Horst Turk – ein äußerst anregender Lehrer, ein toller Kommunikator und ein ausgesprochen sympathischer Mensch.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Mit den zahllosen Besuchern in der WG-Küche… oder mit Theateraufführungen im Jungen Theater.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Gute Frage - wieder Geisteswissenschaften, aber wohl nicht Germanistik.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Ich komme, ich weiß nicht, von woher?
Ich bin, ich weiß nicht, was?
Ich fahre, ich weiß nicht, wohin?
Mich wundert, daß ich so fröhlich bin.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Die Buchenwälder hinterm Ostviertel.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Das Studium ist die Zeit, wo man die meisten Freunde fürs Leben gewinnt. Investiert

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