Klaus Kleinfeld, Betriebswirt, wurde 1957 in Bremen geboren. Er studierte in Göttingen, in Würzburg wurde er promoviert. Später arbeitete er 21 Jahre lang in internationalen Führungspositionen bei Siemens, zuletzt von 2005 an als Vorsitzender der Konzernvorstandes.

Im Jahr 2007 trat Kleinfeld als Präsident und Chief Operating Officer in das Unternehmen Aloca Inc. ein. Er ist Mitglied im Aufsichtsrat der Bayer AG und der Metropolitan Opera. Zudem engagiert er sich für die Verbreitung von Präventivmedizin. Kleinfeld lebt mit seiner Ehefrau und zwei Kindern in New York. Gerne fährt er Ski, spielt Tennis, läuft Marathon und beschäftigt sich mit Musik.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Der gute Ruf der Universität verbunden mit der langen akademischen Tradition. Ich wollte nicht in einer Großstadt studieren, sondern in einer überschaubaren Stadt mit hoher persönlicher Atmosphäre.



Denke ich an Göttingen, denke ich an …

Affenbar, Mutter Jütte, den Nörgelbuff und das Gänseliesel. Aber auch an den nahen Harz, den Solling. Und an eine gute Atmosphäre, die den Spaß am Studium deutlich erhöht hatte.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Das Entstehen der politischen Debatten rund um die Kernenergie. Viele interessante Gespräche mit Studienkollegen.



Was war ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Affenbar & Nörgelbuff & Mutter Jütte; die Tennisplätze am Studentendorf sowie das Freibad.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Besonders fasziniert haben mich die Diskussionen in der Philosophie rund um die Erkenntnislehre sowie Wissenschaftstheorie. Überdies die Wirtschafts- und Sozial-Psychologie. Die Betriebswirt-schaft war recht praxisnah und anwendungsorientiert. Insgesamt entstand daraus mehr als ein Ausbildungsangebot, nämlich ein Bildungsangebot. Das halte ich auch heute für wichtig.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Flippern in der Mensa, ein gutes Tennis-Match im Sommer, politische Diskussionen im Freibad.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal studieren könnten?

Bin mit meinem Studium zufrieden, da es viele intellektuelle Freiräume geboten hat, die ich nutzen konnte. Göttingen wurde so zu etwas ganz Besonderem.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Nobody is perfect – but a team can be. Und: Work hard – Play Hard: Harte Arbeit und Genuss sind zwei Seiten der selben Medaille.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?

Meine alte Wohnung.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Finden und folgen Sie Ihren Leidenschaften, Studieren Sie das, was Sie lieben, und das mit ganzer Kraft.

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