Konstantinos Fytianos, Professor für Umweltchemie an der griechischen Universität Thessaloniki, kam nach dem Studium der Chemie in Griechenland 1976 nach Göttingen um hier zu promovieren. Nach der Promotion auf dem Gebiet der Umweltchemie 1979 wechselte er an die Universität Kassel. In den folgenden Jahren war er für die Europäische Union in Italien und Belgien tätig, zuletzt als "Scientific Officer". Seit 1994 ist Fytianos (60) als Professor in seiner Geburtsstadt tätig. Wissenschaftlich arbeitet er mit der TU Aachen und der Universität Erlangen zusammen. Er ist verheiratet und Vater von 4 Kindern. Als Hobbys gibt er Musik, Wanderungen und Sport an.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Reiner Zufall. Ich habe mich an verschiedenen deutschen Universitäten fur eine Promotionstelle beworben. Die Universität Göttingen war die erste, die positiv antwortete. Nachträglich habe ich von der großen Tradition der Georgia Augusta schon seit dem 18. Jahrhundert in der Forschung, besonders in den naturwissenschaftlich-mathematischen Fächern, erfahren.



Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an......

...das Studentenwohnheim an der Roederer Strasse, und an die Fußgängerzone. Mit einem Wort: Göttingen ist klein aber fein.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Ich habe in Göttingen den besten Teil meines Lebens verbracht. Es ist gar nicht übertrieben, wenn ich sagen würde, “ich bin ein Göttinger”. Die unendlichen Feiern im Studentenwohnheim, die Wanderungen und Reisen im Harz und in Deutschland, die unbegrenzten Sportmöglichkeiten und natürlich die engen Freundschaften, die ich während meines Aufenthaltes in Göttingen gemacht habe und fand. Ich habe nach zirka 30 Jahren heute noch Kontakte. Natürlich war das unvergessliche Erlebnis die ganze Zeremonie der Promotionsfeier. Mit dem Anbieten von Blumenstrauß und dem Kuß an die Ganseliesel am Marktplatz.



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Das Café Cron &Lanz (es ist schon eine Tradition in Göttingen) und das Leibesübungsinstitut (heutiges Institut für Sportwissenschaften).



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Professor Oskar Glemser für anorganische Chemie (er war Kandidat fur den Nobelpreis) und natürlich mein Doktorvater, Professor Erwin Welte, der wie ein echter Vater für mich war.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Spaziergänge und Wanderungen bei schönem Wetter und die zahlreichen Feiern (oftmals ohne Grund) mit Freunden aus dem Studentenwohnheim in Göttingen’s Lokalen.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Medizin. Ich glaube, Medizin ist die einzige Wissenschaft, die den Menschen so viel anbieten kann.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Durch die harte Arbeit kommt immer der Erfolg



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Die Innenstadt mit der Fußgängerzone.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Vertiefung und Spezialisierung des Studiums gleichzeitig mit Genuss des Studentenlebens.

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