Martin Rudolph, Jahrgang 1958, studierte nach seiner Schulzeit in Kassel Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Agrarökonomie an der Georg-August-Universität Göttingen. Im Anschluss an sein Studium arbeitete er von 1983 bis 1988 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Volkswirtschaftslehre und Agrarpolitik am Institut für Agrarökonomie der Universität Göttingen.Die Promotion erfolgte 1988. Im selben Jahr begann seine berufliche Tätigkeit als Referent in der Abteilung Verkehr und Raumordnung der Industrie- und Handelskammer Hannover. Ab 1991 leitete er dort die Abteilung Volkswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit, ehe er 2003 in seine heutige Position als Leiter der IHK-Geschäftsstelle nach Göttingen wechselte. Martin Rudolph ist verheiratet und hat vier Kinder.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Schon eingeschrieben in der „Alten Kolonialschule“ für Internationale Landwirtschaft in Witzenhausen und bereits stolzer Bewohner eines runden Gartenhauses als Studentenbude, hat mich ein Göttinger Alumni aus meiner Verwandtschaft überzeugt, doch sofort mit dem Diplomstudiengang Agrarwissenschaften in Göttingen zu beginnen. Eine gute Entscheidung!



Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an......

…das gute Leben, das ich hier führe. Es gibt wenig Städte und Gegenden, in denen ich lieber wohnen würde.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Ich habe meine Studien- und Promotionszeit insgesamt sehr genossen und erinnere mich an Vieles gern zurück.



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Pegasus, Nörgelbuff und Trou waren die Favoriten in der Kneipenszene, Lieblingsorte der Kiessee und außerhalb Göttingens der Garten des Gasthauses an der Weserfähre in Hemeln.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Im ersten Semester Prof. Eilhard Mitscherlich mit seiner Grundvorlesung „Anatomie der Haustiere“ vor über 1000 Studenten. Später Prof. Günther Schmitt wegen seiner anregenden agrarpolitischen Debatten und natürlich mein Doktorvater Prof. Carsten Thoroe.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Ganz ehrlich, das war nicht so schwer. Zurückdenken tue ich gern an das mittägliche „Bücherrücken“ (wie wir es nannten) am Krökeltisch in der hintersten Ecke der Bibliothek des Instituts für Agrarökonomie im neunten Stock des Blauen Turms.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Heute wie damals gibt es mehrere Möglichkeiten: Wirtschafts-/Agrarwissenschaften, Tiermedizin, Sport, Psychologie, Philosophie… Ich kann mich für viele Fachrichtungen begeistern.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Ich habe kein spezielles.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Mein erstes Domizil im Hagenweg 20 im Zustand von 1977. Heute ist das leider ein Ort, der nicht zu einem Besuch einlädt.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Das Studienfach sollte nach persönlichen Neigungen/Interessen ausgewählt werden, nicht mit dem eingeengten Blick auf Jobopportunitäten. Wer für sein Studienfach brennt, leistet mehr und ist authentisch. Wer authentisch und gut ist, in dem, was er tut, findet auch seinen Platz im Berufsleben.

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