Peter Cornelius ist seit 2005 Managing Director von AlpInvest Partners, New York und Visiting Professor an der Vlerick Leuven Gent Business School. Er studierte von 1979 an Wirtschaftswissenschaften zunächst in Hannover, belegte den General Course of Study an der London School of Economics and Political Science von 1982 bis 1983 und vollendete sein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Georg-August-Universität Göttingen 1985 mit dem Abschluss Diplom-Volkswirt. Die Promotion zum Dr. rer. Pol. erfolgte zwei Jahre später. Als wissenschaftliche Hilfskraft arbeitete Cornelius am Lehrstuhl Professor Jarchow und als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Wiesbaden (1987 – 89); bis 1996 als Economist und später Senior Economist beim Internationalen Währungsfonds in Washington, D.C. Im Anschluss wurde er Leiter der internationalen Konjunkturabteilung der Deutschen Bank Research (1996-99); Visiting Scholar an der Harvard Universität, Massachusetts und Adjunct Professor an der Brandeis Universität, Massachusetts (1999-2000). Als Chefökonom des Weltwirtschaftsforums und Direktor des Programms zur Erforschung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften war er in Genf von 2000 bis 2003 tätig; als Chefökonom der Royal Dutch Shell Gruppe in London die folgenden zwei Jahre. Der am 10. Juni 1960 in Hannover geborene Volkswirtschaftler ist verheiratet und hat einen Sohn. Er interessiert sich für Kunst, insbesondere für Fotografie, Reisen, Lesen, klassische Musik und Jazz, außerdem geht er Laufen.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Die Intimität einer Universitätsstadt mit großer Wissenschaftsgeschichte.



Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an......

...Baumkuchen von Cron und Lanz, Bratkartoffeln und Wild bei Mutter Jütte, Jever in der Gartenlaube, Gaus sowie die Göttinger Sieben.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Ohne Zweifel der Kuss des Gänseliesels. Ein anderes, mir unvergessliches Erlebnis fand allerdings erst nach meiner Studienzeit statt. Der erste gemeinsame Besuch Göttingens mit meiner Frau, die auch hier studiert hatte.



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Zu viele, um alle zu nennen, stellvertretend das Gasthaus zu Fähre in Hemeln.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst,
beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Professor Jarchow und Professor Hesse.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Squash im Maschmühlenweg.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Wiederum Volkswirtschaftslehre.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Zeit ist kostbar, um sich lange über etwas zu ärgern.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Die Cafeteria des Oeconomicums.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Das Studium als eine langfristige Investition zu verstehen, was auch die Bereitschaft voraussetzt, Risiken einzugehen.

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