Peter Klöppel, von 2004-2014 Chefredakteur des Fernsehsenders RTL, hat von 1978 bis 1983 in Göttingen Agrarwissenschaften studiert. Danach absolvierte er die Hamburger Henri-Nannen-Journalistenschule und kam 1985 zu RTL. Nach beruflichen Stationen in Bonn und New York wurde Klöppel 1992 Moderator von RTL aktuell, bis 2014 war er zusätzlich Chefredakteur. Der gebürtige Frankfurter, Jahrgang 1958, ist verheiratet und hat eine Tochter. Seine Hobbys sind Lesen, Laufen, Skifahren, Reisen.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Ich wurde von der ZVS 1977 nach Göttingen „verteilt“, obwohl ich mich eigentlich (im Fach Agrarwissenschaften) für Stuttgart Hohenheim in erster Präferenz beworben habe. Bis heute bin ich dem ZVS-Computer aber dankbar für seine „Wahl“ meines Studienortes – schöner hätte ich es kaum treffen können.



Denke ich an Göttingen, denke ich an …

… die schöne Altstadt und den Gänseliesel-Brunnen.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Die Exkursionen im Fach Bodenkunde ins Göttinger Umland, bei denen wir alles über Pseudogley, Parabraun- und Schwarzerde lernten - und auch den tatsächlich unvergessenen Merksatz zum Thema Granit: Feldspat, Quarz und Glimmer, die vergess’ ich nimmer.



Was war ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Wenn wir ein wenig gespart und etwas zu feiern hatten, dann gingen wir u.a. wegen der tollen Bratkartoffeln am liebsten ins „Mutter Jütte“ nach Bremke. Mein Lieblingsort war das Institut für Tierzucht, wo ich den größten Teil meines Hauptstudiums verbracht habe.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Besonders beeindruckt hat mich mein Professor für Haustiergenetik, Prof. Dr. Peter Glodek, und sein damaliger Assistent (inzwischen ist auch er Professor) Dr. Erich Bruns – weil die beiden es verstanden, auch einem mathematisch eher mittelmäßig begabten Studenten wie mir die Faszination von Quantitativer Genetik näher zu bringen.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Mit einer Einladung zu einem Bummel durch die Fußgängerzone.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal studieren könnten?

Auch wenn es merkwürdig klingen mag aus heutiger Sicht, aber ich würde wieder Agrarwissenschaften studieren, dazu aber noch ein Nebenfach – zum Beispiel internationale Politik.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Nutze den Tag, denn der Weg ist das Ziel.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?

Ich war erst kürzlich mal wieder im ZHG, und es hat sich kaum etwas verändert. Aber richtig gerne würde ich mal wieder in einem Cafe am Marktplatz sitzen und dem Gänseliesel zuprosten.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Studieren Sie mit Eifer und nehmen Sie so viel wie nur möglich mit von dieser Zeit für Ihr Leben – es wird trotz allem Prüfungs- und Lernstress selten wieder so schön und unbeschwert wie in den Jahren an der Uni.

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