Petra Winkler-Maître, Beauftragte für deutsch-französische Beziehungen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, studierte von 1997 bis 1984 an der Georg-August-Universität Göttingen Englisch, Französisch, Spanisch für Lehramt an Gymnasien. Danach folgten fünf Jahre Lehrtätigkeit an der Universität Poitiers in Frankreich und anschließend das Aufbaustudium European Studies.1992 wurde Winkler-Maitré Pressereferentin im Bundesbauministerium. 1998 wechselte sie als Referentin für Internationale Zusammenarbeit ins Bundesverkehrsministerium. 2008 erhielt sie die Auszeichnung mit dem "Ordre national du Mérite" der französischen Republik. Winkler-Maître, im Jahre 1958 in Hofgeismar geboren, ist mit einem Franzosen verheiratet. Sie haben eine Tochter. Die Hobbys der Referentin: Lesen, Schreiben, Kino, Reisen.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Der Ruf als altehrwürdige Universitätsstadt. Und die Nähe zu meinem Heimatort.



Denke ich an Göttingen, denke ich an …

...das meistgeküsste Mädchen Deutschlands: das Gänseliesel. Und an den wunderbar zentralen Campus, an dem das Leben brodelte.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Die spannende Arbeit im Fachschaftsrat Romanistik und die tollen Feten im Romanistischen Seminar im Keller namens „Chouette“.



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Keller im Jungen Theater, Blue Note, Trou, Kleines Café. Und im Sommer die Schillerwiesen.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Die Orientierungswoche, von Studenten organisiert, war ein toller Einstieg. Die Romanistik hatte sehr gute Lehrkräfte. Prof. Dr. Manfred Engelbert hat mich besonders geprägt.

Unvergesslich ist mir Wilbert Olinde, der es im Englisch-Konversationskurs geschafft hat, mir ein halbes Jahr vorzuspielen, er könne kein Deutsch. – Ich bin übrigens immer noch mit ihm befreundet!



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Im Sommer mit einer Fahrt zum Baggersee. Im Winter mit Schlittenfahren in den oberen Schillerwiesen. Mit einem guten Kinofilm, einem Theaterstück – meist im Jungen Theater - oder einem spannenden Basketball-Spiel. – Wann habe ich die Zeit zum Lernen gefunden?



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal studieren könnten?

Nicht nur Sprachen. Wahrscheinlich internationale Politik und Volkswirtschaft.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Nichts ist endgültig. Es gibt immer etwas Neues.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?

Die Innenstadt mit den Cafés und dem studentischen Flair. Das Romanistische Seminar.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Unbedingt über den Tellerrand hinaus sehen auch wenn das Studium straff ist. Möglichst viele Praktika. Schon früh Netzwerke aufbauen. Offen sein für Neues. Nicht vergessen, Spaß zu haben.

« Klaus Wettig Dr. Gerd Wittkemper »