Ulrich Dempwolf, seit 2008 Präsident der Niedersächsischen Landesschulbehörde in Lüneburg, studierte Germanistik, Politik und Geographie für das Lehramt an Gymnasien von 1976 bis 1981 in Göttingen. Nach erstem Staatsexamen in Göttingen und Referendariat in Kassel wurde er Lehrer an der Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim. Danach ständiger Vertreter des Leiters des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in Bad Harzburg und Leiter des Otto-Hahn-Gymnasiums in Springe. Anschließend zahlreiche Stationen in der Niedersächsischen Landesschulbehörde und im Niedersächsischen Kultusministerium, zuletzt als Referatsleiter. Dempwolf, im Februar 1955 in Osterode geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Hobbys konzentrieren sich auf Ballsportarten und Bergwandern.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Ich habe Göttingen schon etwas gekannt. Ich habe als Jugendlicher gegen Göttingen 05 Fußball gespielt, ältere Freunde studierten schon in Göttingen. Und sicher war da auch der Reiz einer Studentenstadt, warum ich nach Göttingen gegangen bin.



Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an......

...ein mehr oder weniger sorgloses Studentenleben.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Es waren Mitte und Ende der 70er Jahre noch sehr politische Zeiten mit heftigen Auseinandersetzungen. Als junger Student aus der Provinz hat mich das positiv, aber auch negativ beeindruckt.



Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Lieblingslokale waren das leider nicht mehr vorhandene Pegasus und v. a. in den ersten Semestern das Trou und das Blue Note. Ich war als sportbegeisterter Student fasziniert von den Angeboten des IFL. Hier habe ich die ersten Tennisschläge gemacht.



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Speziell hat mich kein Hochschullehrer beeinflusst. Es gab interessante Typen, z.B. der Philosoph Meyer, dem eine Assistentin (Frau, Tochter?) wegen seiner feuchten Aussprache immer ein Tuch reichte. Oder der Pädagogikprofessor Fittkau, der als smarter und dynamischer Akademiker nach den Semesterferien als Poona-Jünger im Hörsaal Furore machte.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Gespräche und gemeinsame Unternehmungen.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?

Ich weiß es nicht, die heutige Fülle an Studienmöglichkeiten überfordert mich.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Das Leben ist so vielfältig. Es lässt sich nicht auf ein Motto reduzieren.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?

Den Karzer am Wilhelmsplatz.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Bewahren Sie sich trotz der besonderen Anforderungen durch die Bachelor- und Masterstudiengänge Zeit für Muße und soziale Kontakte.

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