Wilbert Olinde, mit dem ASC-Göttingen Deutscher Basketballmeister, wurde 1955 in New Orleans, Lousiana, geboren. Er studierte zunächst Economics (BA) an der University of California, Los Angeles (UCLA). 1977 kam er nach Göttingen um ein Jahr Basketball beim SSC zu spielen. Stadt und Menschen gefielen ihm so gut, dass er blieb und von 1979 bis 1984 an der Universität Göttingen Betriebswirtschaftslehre studierte. Von 1977 bis 1987 spielte er Basketball für den SSC, der 1980 im ASC aufging. Mit dem SSC/ASC wurde er dreimal Deutscher Meister und zweimal Deutscher Pokalsieger. Seit 1995 lebt und arbeitet er in Hamburg, seit 2003 ist er selbstständiger Coach/Trainer für Einzelpersonen sowei Teams in Sport und Business sowie Lehrbeauftragter der Georg-August-Universität. Olinde ist verheiratet, hat drei Kinder, spielt weiterhin gern Basketball und will demnächst ein Buch schreiben.



Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?

Ich bin im Jahr 1977 nach Göttingen gekommen, um ein Jahr Basketball zu spielen. Anschließend wollte ich an der Law School in Los Angeles studieren. Es kam aber anders. Die Menschen, das Stadtleben und der Sport in Göttingen haben mich so begeistert, dass ich entschlossen habe, mit meinem Studium im Jahr 1979 anzufangen. Nach dem BA Abschluss in Economics dachte ich mir, dass ein BWL-Studium auch im Falle eines Rückkehrs nach Kalifornien („Business is business.“) hilfreich sein könnte.



Denke ich an Göttingen, denke ich an …

Das Gänseliesel, die Schillerwiesen, die Sporthalle Goderhardstraße, den Weihnachtsmarkt, die Mensa und das „Alt Deutsche“.



Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

Sportlich: Im Frühjahr 1979 haben wir als SSC Göttingen ein Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (angehender Deutscher Meister) gewonnen. Es war das erste Mal, dass wir ein sog. Spitzenteam geschlagen hatten. Der Sieg war für mich so bedeutend, weil wir das Hinspiel mit 54 (!) Punkten Unterschied verloren hatten. Statt auseinander zu fallen haben wir an uns geglaubt und das Fundament für drei Meisterschaften und zwei Pokalsiege gelegt.
Privat: Die Geburt meiner Tochter an meinem 26. Geburtstag!
Universität: Die (Vor-) Freude nachdem ich meine letzte mündliche Prüfung erfolgreich beendet hatte. Yes, yes, yes!



Was war ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?

Lieblingslokale: Hellas („Der kleine Grieche“), Rialto, Pfannkuchenhaus, La Grotta
Lieblingsort: Die Fußgängerzone (Dort traf man immer jemand, den man kannte. Das geht mir heute auch so obwohl ich seit 1995 in Hamburg lebe.)



Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?

Die Professoren Bloech und Lücke haben mir immer vermittelt, dass Ihre Lehrtätigkeit von Kompetenz und Freude geprägt war. Ihre Art des Lehrens versuche ich ebenfalls umzusetzen.



Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Beim Training bzw. bei den Spielen konnte ich mich am besten abschalten. Bei anderen Tätigkeiten / Begegnungen begleitete mich den Lernstoff weiter. Bin froh, dass wir viermal der Woche Training sowie 1 – 2 Spiele der Woche hatten.



Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal studieren könnten?

Heute würde ich Betriebswirtschaftslehre und Psychologie studieren.



Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Alles in der Natur wächst von innen nach außen.



Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wieder sehen?

In der Sporthalle Goderhardstraße sind wir als Team zusammengewachsen, haben viele Erfolge gefeiert und haben viele Menschen schöne Erinnerungen beschert. Ich bin seit 1988 nicht mehr dort gewesen.



Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

Betrachten Sie die Zeit an der Georg-August-Universität als eine Chance, das Fundament für ein erfolgreiches Berufs- und Privatleben zu legen. Genießen Sie die Zeit, stellen Sie fest was Ihnen wichtig ist und erleben Sie, wie es ist, mit Leidenschaft und Begeisterung zu (er-)leben.

« Dr. Jens Odewald Thomas Oppermann »