Im April 2017 gingen weltweit Zehntausende Menschen auf die Straße um gegen Einschränkungen der Freiheit von Forschung und Lehre zu protestieren. Ihr Protest erzeugte viel Aufmerksamkeit, insbesondere auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in der Türkei oder Ungarn direkten Bedrohungen ausgesetzt sind. Es entstand eine breite Diskussion über die Frage, wie das Ansehen von Wissenschaft in Zeiten „alternativer Fakten“ gestärkt und ein gutes Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit hergestellt werden kann.

Die grundlegenden Anliegen des March for Science sind 2018 genauso wichtig wie 2017.

Die Veranstaltung will nicht nur dazu aufrufen, sich am March for Science 2018 am 14. April zu beteiligen. Wir wollen auch darüber diskutieren, wie es gelingen kann, das Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken, und welche konkreten Ideen es gibt, die Kommunikation zwischen Gesellschaft und Wissenschaft zu verbessern. Wie kann es gelingen, bspw. auch komplexe und langwierige Grundlagenforschung nachvollziehbar zu machen? Wie viel Transparenz und Beteiligung der Öffentlichkeit an Wissenschaft ist notwendig und möglich?

Die öffentliche Diskussionsrunde findet am Sonntag, 8. April 2018 um 15.30 Uhr, eine Woche vor dem March for Science, in der Universitätskirche St. Nikolai statt. Nach zwei kurzen Impulsen von Prof. Dr. Tanja Baudson (Universität Luxemburg), Initiatorin des March for Science Deutschland und „Hochschullehrerin des Jahres“ 2017, und Prof. Dr. Stephan Herminghaus, Direktor am MPI für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, diskutieren außerdem Aneke Dornbusch, Evangelische Studierendengemeinde Göttingen, und Maria Ximena Ordonez, Katholische Hochschulgemeinde Göttingen, und die Präsidentin der Universität Göttingen, Prof. Dr. Ulrike Beisiegel.

Details

Start:
8. April 2018, 15:30 h
Host:
Georg-August-Universität Göttingen
Venue:
Universitätskirche St. Nikolai
Address:
Nikolaikirchhof 1, 37073 Göttingen, Germany
Web-address / URL:
http://www.uni-goettingen.de